Pappnase des Monats Februar 2013

UNGLAUBLICH und ohne Worte! Pferde-Lasagne und Co für Menschen 2. Klasse…..

 
„Allerdings erklärte ein Sprecher des Verbraucherschutzministeriums, die Diskussion sei eine „Scheindebatte“. „Die Weitergabe der Produkte ist völlig ausgeschlossen.“ So lange Hersteller und Handel nicht in der Lage seien, die einwandfreie Herkunft aller Zutaten zu belegen, sei eine Freigabe rechtlich unmöglich. Der vorbeugende Verbraucherschutz sei einzuhalten, auch wenn es bedauerlich sei, Lebensmittel wegzuwerfen.

„Zynisch und menschenunwürdig“

Deutsche Politiker aller Parteien reagierten entsetzt auf die Vorschläge. Sozialministerin Ursula von der Leyen bezeichnete die Debatte als „absurd“. „Ob arm oder reich, jeder will wissen, was er isst – und das muss einwandfrei sein“, sagte die CDU-Politikerin. Grünen-Fraktionschefin Renate Künast meinte: „Hinter der absurden Idee von Fischer steht, dass es beim Essen Menschen zweiter Klasse gibt. Wir wollen aber gute Qualität für alle.“
Auch von Sozialverbänden kam Kritik: Die Konferenz für Kirchliche Bahnhofsmission erklärte, es sei „zynisch und menschenunwürdig“, die Armutsprobleme in Deutschland auch nur punktuell mit der Verteilung von Pferdefleisch-Lasagne lösen zu wollen. Beim Hilfswerk Misereor wird befürchtet, dass das in den falsch beschrifteten Produkten enthaltene Pferdefleisch mit gefährlichen Medikamenten-Rückständen belastet sein könnte. Damit sei eine Weitergabe an Bedürftige nicht zu verantworten.“

Pferde-Lasagne für Bedürftige?

Entwicklungsminister Dirk Niebel hat sich dafür stark gemacht, mit Pferdefleisch versetzte Produkte unter Bedürftigen zu verteilen. Der FDP-Politiker sagte in einem Interview mit der „Bild“-Zeitung: „Über 800 Millionen Menschen weltweit hungern. Und auch in Deutschland gibt es leider Menschen, bei denen es finanziell eng ist, selbst für Lebensmittel. Ich finde, da können wir hier in Deutschland nicht gute Nahrungsmittel einfach wegwerfen.“
Niebel unterstützt damit einen Vorschlag des CDU-Abgeordneten Hartwig Fischer. Dieser hatte angeregt, aus dem Handel genommene Produkte wie Lasagne nicht zu vernichten. Er schlug vor, die Produkte, die nicht gesundheitsgefährdend seien, korrekt zu deklarieren und Hilfsorganisationen, wie den Tafeln oder den Bahnhofsmissionen zur Verfügung zu stellen.
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Quelle:
http://www.tagesschau.de/inland/pferdefleisch-fuer-beduerftige100.html
http://www.bild.de/news/inland/hartwig-fischer/politiker-isst-pferdelasagne-29238494.bild.html
 
 
 
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