Das vergessene Wort: Mäßigung

Mäßigung

Das vergessene Wort: Mäßigung

Das Wort Mäßigung (lat. Temperantia) ist in unserer heutigen Zeit nicht nur vergessen sondern geradezu unbeliebt. Hat es doch etwas mit Selbstbeherrschung und Maß halten zu tun. Muss es immer die sofortige und totale Befriedigung eines Bedürfnisses sein? Müssen wir immer zu alles und möglichst schnell haben, am besten in unbegrenzter Menge?  Brauchen wir stetes Wachstum und Wohlstand in monoton steigender Kurve,  wie es uns die Politik vermitteln will? Nein, brauchen wir nicht. Es kann und darf nicht immer nur alles im Überfluß geben, und wer das Leben achtet und verstanden hat, der weiß auch, dass es in Amplituden verläuft, dass einem Sommer ein Winter folgen wird – immerzu Frühling ist Kappes.

Wie schon Hildegard von Bingen sagte: Mäßigung ist die Mutter aller Tugenden. Die Mäßigung liegt zwischen Begierde und Vernunft und Einsicht. Sie ist eine Kostbarkeit im menschlichen Miteinander und in Hinsicht auf unseren Planeten. Wenn ich gewillt bin, mich zu mäßigen, mich zurückzunehmen, dann erlaube ich an anderer Stelle (statt meiner) Wachstum, dann zeige ich Respekt und Wertschätzung gegenüber den Dingen, ob es nun um Ressourcen, andere Menschen, Tiere oder um unsere Mutter Erde geht.

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