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Varinias Blog

Glyphosat-Bewertung

Sieh Dir den Tweet von @Bantam_Mais an: https://twitter.com/Bantam_Mais/status/671256719411027968?s=09

Wissenschaftler sprechen sich gegen Glyphosat aus. Warum wohl?

Wissenschaftler protestieren gegen Glyphosat-Bewertung

„Wahrscheinlich nicht krebserregend“? 100 Forscher halten die Analyse zu dem Unkrautvernichter in Teilen für „wissenschaftlich inakzeptabel“.

Von Silvia Liebrich und Andreas Rummel

Der Streit um den Unkrautvernichter Glyphosat spitzt sich weiter zu. Nachdem die EU-Behörde Efsa vor Kurzem Entwarnung gab und den Stoff als „wahrscheinlich nicht krebserregend für Menschen“ einstufte, hat sich nun eine Gegenbewegung in der Wissenschaft formiert. Knapp 100 internationale Forscher erheben in einem offenen Brief (hier als PDF) an EU-Gesundheitskommissar Vytenis Andriukaitis schwere Vorwürfe gegen die Efsa und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR).

Die Analyse der deutschen Behörde sowie die darauf aufbauende Bewertung der Efsa enthalte schwerwiegende Mängel, sie sei in Teilen „wissenschaftlich inakzeptabel“, und die Ergebnisse seien „durch die vorliegenden Daten nicht gedeckt“. In dem Schreiben, das der Süddeutschen Zeitung und dem Mitteldeutschen Rundfunk (MDR) vorliegt, fordern die Wissenschaftler die EU-Kommission auf, bei ihren Entscheidungen „die fehlerhafte Bewertung der Efsa nicht zu beachten“.

Koordinator des Briefes ist Professor Christopher Portier, einer der früheren Direktoren des US National Toxicology Program, einer wichtigen Einrichtung der amerikanischen Regierung zur Chemikalien-Prüfung. Unter den Unterzeichnern sind anerkannte Wissenschaftler, die für international renommierte Organisationen arbeiten, etwa die Deutsche Forschungsgemeinschaft, das Krebsforschungszentrum Heidelberg, die Leibniz-Gemeinschaft, das italienische Collegium Ramazzini sowie Universitäten in den USA, Australien, Japan und anderswo. Die Unterzeichner aus 25 Ländern weisen ausdrücklich darauf hin, dass sie für sich selbst sprechen, nicht für ihre Institutionen.

Pestizid Bauern in Europa dürfen wohl weiter Glyphosat versprühen

Trotz Bedenken stuft die zuständige EU-Behörde das Pestizid als wahrscheinlich nicht krebserregend ein – und möchte sogar den Grenzwert erhöhen.

„Sie haben wirklich nicht ihren Job gemacht“

„Sie haben wirklich nicht ihren Job gemacht“, sagt Portier über die Arbeit von BfR und Efsa. Den Brief will er am Dienstag in Brüssel übergeben. Portier gehört zu den Forschern, die Glyphosat im Auftrag der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und deren Krebsagentur IARC bewertet haben. Diese hatte den Wirkstoff im Frühjahr als „wahrscheinlich krebserregend für Menschen“ eingestuft, was einen heftigen Streit ausgelöst hat.

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Sternschnuppen Zeit (-:

Die Nacht der Sternschnuppen

Die Nächte der Sternschnuppen vom 12. August bis ca. 17. August

Jedes Jahr um die Mitte des Monats August regnet es Sternschnuppen in außergewöhnlicher Intensität und Pracht: Manchmal über 100 der prächtigen und zauberhaften Erscheinungen in jeder Stunde zischen aus dem Sternbild Perseus über unseren Nachthimmel und erstaunen immer wieder aufs Neue – wenn man sie sehen kann! Die Perseiden (Meteore) sind gut im Sternbild Perseus und zwar im bekannten oberen rechten Teil des Großen Wagens (Großer Bär). In diesem Jahr haben wir besonders gute Voraussetzungen, weil der Neumond die Nacht dunkel macht.

sternschnuppen_perseus

Woher kommen die Sternschnuppen so zahlreich?

Verantwortlich für den Schauer sind die Reste eines verglühten Kometen: Komet 109P/Swift-Tuttle. Immer um den 12. August kreuzt die Erde auf ihrer Bahn um die Sonne seine Staubspur – genauer: Zwischen dem 17. Juli und Mitte August bewegt sich die Erde in diese Staub-Spur. Die Spuren dieses Sternenstaubs, also die Partikel des Kometen, verglühen in der Erdatmosphäre zu vielen Meteoren. Das sind unsere „Sternschnuppen“. Um den 12. August gibt es einen Höhepunkt, allerdings kann man auch bis zum Wochenende noch einige sehen.sternschnuppen

Wohin musst du schauen um sie zu sehen?

Nach Nord-Osten! Richtung Polarstern schauen (Norden) und dann leicht den Kopf drehen Richtung Sonnenaufgang (Osten). Da hast du sehr gute Chancen die Sternschnuppen zu sehen – wenn dein Himmelsabschnitt dunkel genug ist. (-;

 

Suche dir einen abgeschiedenen Ort für die Beobachtung

Sonnenuntergang haben wir um 20:59 Uhr heute. Je später und dunkler es ist, desto besser kannst du die Sternschnuppen sehen. Ab Mitternacht, an einem dunklen, stillen und etwas höher gelegenem Ort, das ist der Platz den du suchen solltest.

sternschnuppen august

Was hat es mit den Laurentiustränen auf sich?

Die Nacht, in der es Sterne regnet…. Die Sternschnuppen werden im Volksmund auch Laurentiustränen genannt. Der Märtyrer Laurentius wurde am 10. August 258 auf glühendem Rost zu Tode gefoltert. Aus diesem Grunde weinte der Himmel Sterne. Laurentius von Rom war ein heiliger Märtyrer. Hier seine kleine Geschichte:

Laurentius, der Überlieferung zufolge Sohn von Orentius und Patientia, der demnach seinen Namen von deren Landgut Lauriacum – spanisch Loret y Lauret – der heutigen Wallfahrtskirche Loreto – bei Huesca erhielt und in seiner Heimatstadt eine gute Ausbildung genoss, wurde demnach einer der sieben Diakone der Christengemeinde in Rom, also für die Finanzen und die Sozialarbeit der Kirche von Rom zuständig. Er starb tatsächlich wohl durch Enthauptung, nicht auf dem legendären Rost, in der Geschichte gibt es beide Versionen.

Als der römische Bischof Sixtus II. unter dem Christenverfolger Valerian festgenommen und enthauptet wurde, war sein Diakon Laurentius der Überlieferung zufolge verzweifelt, dass er nicht wert erachtet wurde, diesen Tod zu teilen. Sixtus tröstete ihn mit der Verheißung, dass er ihm in drei Tagen nachfolgen werde, und erteilte ihm den Auftrag, den Kirchenschatz den Leidenden und Armen auszuteilen.

Fra Angelico: Laurentius wird von Papst Sixtus II. zum Diakon ordiniert, Fresko, 1447 - 49, in der Cappella Niccolina im Papstpalast im Vatikan Kaiser Valerian erhob Anspruch auf diese Schätze; um Laurentius zur Herausgabe zu zwingen, wurde der mehrfach gegeißelt, erbat sich jedoch drei Tage Bedenkzeit, verteilte während dieser Frist alle Güter und präsentierte dann die beschenkten und christlich gewordenen Armen dem Kaiser als die wahren Schätze der Kirche. Der erboste Valerian ließ Laurentius mit Bleiklötzen schlagen, zwischen glühende Platten legen, versuchte vergeblich ihn zum heidnischen Opferdienst zu zwingen und befahl schließlich, den Unerschütterlichen über stetig unterhaltenem Feuer auf einem Rost langsam zu Tode zu martern. Selbst in diesen Qualen bewahrte er sich seinen Humor und neckte den Henker, er solle ihn auf dem Feuer wenden, der Braten sei auf der einen Seite schon gar. Sein Kerkermeister Hippolytus, durch die Standhaftigkeit des Laurentius bekehrt, begrub ihn.

Seitdem gilt Laurentius als Nothelfer für Brandverletzte und Fieberleidende sowie als Patron der Feuerwehrleute, Köche, Bäcker, Glasbläser und Köhler. Außerdem soll er vor den Qualen des Fegefeuers bewahren.

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